Der Arbeitsspeicher: Bedeutung, Nutzung und Erweiterung des RAM

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Die Rechnerleistung steht und fällt mit dem Arbeitsspeicher. Nur, wenn genügend RAM
vorhanden ist, läuft der Computer einwandfrei. Dabei spielt das Nutzungsverhalten eine
entscheidende Rolle: Gamer benötigen einen größeren Arbeitsspeicher als Nutzer, die nur
gelegentlich im Internet surfen.

Welche Bedeutung hat der RAM für den Computer?

Der Arbeitsspeicher, kurz RAM für „Random Access Memory“, ist eine der wichtigsten
Komponenten, damit ein Computer reibungslos läuft. Er ist direkt an den Prozessor, die
CPU, gebunden. In ihm werden alle Daten zwischengespeichert, die zur Verarbeitung von
Programmen und Prozessen erforderlich sind. Somit ist er kein permanenter Speicher, wie
etwa eine Festplatte oder SSD („Solid-State-Drive“). Größe und
Datenübertragungsgeschwindigkeit des Arbeitsspeichers haben einen direkten Einfluss
auf die Arbeitsleistung und Performance eines Computers. Sind zu viele Programme
geöffnet und finden zu viele Anwendungen simultan statt, kann es schnell passieren, dass
der PC an seine Leistungsgrenzen stößt. Größe und Leistungsfähigkeit des
Arbeitsspeichers hängen somit stark davon ab, welche Anforderungen Nutzer an ihren
Computer stellen. So gibt es zum Beispiel RAM für verschiedene Nutzungsintensitäten auf
mindfactory.de.

Welche Arten von Arbeitsspeichern gibt es?

Arbeitsspeicher ist nicht gleich Arbeitsspeicher: Die verschiedenen Arten unterscheiden
sich einerseits hinsichtlich der Bauform. Während in Desktop-PCs in der Regel RAM im
Standard-DIMM-Format verbaut sind, finden sich in Notebooks und Laptops die
kompakteren SO-DIMM-Formate.

Andererseits gibt es Unterschiede hinsichtlich des Speichertyps, der unter anderem mit der doppelten Datenrate („Double Data Rate“), kurz DDR angegeben wird. DDR3 und DDR4 sind die Speicher der neuesten Generation. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Geschwindigkeit bzw. Taktfrequenz zwischen 3000 und 4000 MHz beträgt. Ab 2021 sollen künftig auch DDR5-Speichermodule erhältlich sein, die einen geringeren Stromverbrauch, eine noch höhere Taktfrequenz und Kapazität haben.

Die Größe des Arbeitsspeichers hängt von der Nutzung ab

Wie bereits erwähnt, steht und fällt die Arbeitsleistung eines Computers mit dem
jeweiligen Nutzungsverhalten. Abhängig von den Anforderungen an die PC-Leistung gibt
es verschiedene Größen von Arbeitsspeichern. Für das Surfen im Internet, Videostreaming
oder die Arbeit mit Office-Anwendungen ist ein 4 GB-RAM völlig ausreichend. Anders sieht
das aus, wenn diese Anwendungen parallel laufen, wenn im Homeoffice zum Beispiel
mehrere Office-Programme gleichzeitig genutzt werden. In diesem Fall sind
Arbeitsspeicher mit 8 GB empfehlenswert.

Gamer sind zwar ebenfalls mit 8 GB gut beraten. Angesichts der Tatsache, dass jedes Jahr neue Computerspiele erscheinen, die immer höhere Anforderung an die Rechnerleistung stellen, sind für eine gute Computer-Performance 16 GB durchaus sinnvoll. Für anspruchsvolle High-End-Anwendungen, etwa Bild- und Videobearbeitungen oder die Erstellung von 3D-Modelle, ist ein 32 GB-RAM die richtige Wahl, für Serverstationen oder eine Workstation sind sogar 64 GB erforderlich.

Nachträgliche Erweiterung des Arbeitsspeichers

Der RAM ist bei Desktop-PCs meist modular installiert, das heißt er lässt sich austauschen
oder beliebig erweitern. Bei Notebooks ist das oft nicht möglich, da der RAM fest verlötet
ist. Das heißt, wenn die Speicherleistung des PCs nachlässt, genügt es oft schon, den RAM
zu erweitern. Dafür sollte zunächst die aktuelle Speicherleistung und die maximale
Frequenz („Max. Bandwidth“) ermittelt werden. Zu prüfen ist ebenfalls, wie viele freie
Steckplätze noch vorhanden sind, ob sie frei zugänglich sind und ob es Beschränkungen
hinsichtlich der maximalen Speichergröße gibt. Wichtig ist es, dass das neue Modul eine
ähnliche Taktfrequenz, Spannung, Kapazität und Timings hat.

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