PC Gehäuse belüften – So sorgst du für den perfekten Airflow

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Ein gut geplanter und funktionierender Airflow ist eine einfache Methode um die Temperaturen deiner Hardware niedrig zu halten. Dabei gibt es jedoch eine Vielzahl an Vorgehensweisen und Kriterien die angewandt werden sollten um einen gute Belüftung für deinen Computer herzustellen. Um dir dabei zu helfen den perfekten Airflow zu erreichen habe ich für ich dich den aktuellen Ratgeber hierzu geschrieben.

Die richtigen Lüfter für dein Gehäuse finden

Eines ist klar, ohne Lüfter entsteht kein Luftstrom in deinem Computer. Einige Gehäuse kommen bereits mit Lüftern und bieten Platz für weitere. Andere Gehäuse hingegen kommen vollständig ohne Lüfter an. Welcher Lüfter letzten Endes in dein Tower passen findest du immer auf dem Datenblatt zum Gehäuse heraus. Die gängigsten Lüftergrößen sind: 80 mm, 120 mm, 140 mm und 200 mm.

Bevor sie nun also anfangen wild Lüfter zu kaufen sollten sie auf den Spielraum achten den sie haben. Wie viele Lüfter können in das Gehäuse? Wo befinden sich die Lüfterhalterungen? Wie groß oder wie klein können die Lüfter sein? Ohne das abklären der Rahmenbedingungen ist ein passendes Lüftungskonzept schwer umzusetzen.

 

Große oder kleine Lüfter?

Falls du nun weißt wie viele Lüfter in deinen Tower passen und welche Größen dieser erlabubt geht es um die Auswahl deiner Lüfter. Doch auch bei der Wahl der Lüfter gibt es verschiedene Ansprüche je nach Nutzer. Oft kann man verschiedene Größen auf eine Lüfterhaltung anbringen.

bequiet shadow wings 2 Lüfter

Falls du dich also zwischen 120 mm oder 200 mm entscheiden musst würde ich dir immer einen größeren Lüfter empfehlen. Ein größerer Lüfter bewegt die gleiche Luftmenge wie ein kleiner Lüfter mit weniger Umdrehungen. Bei normalen Betriebsbedingungen sind große Lüfter dadurch leiser.

Falls dein Computer nun doch einmal heißer läuft auf Grund hoher Belastung braucht ein großer Lüfter immer weniger Umdrehungen als ein kleiner Lüfter.

Am wichtigsten ist jedoch ein Lüfter von renomierten Herstellern, wie bequiet!, Corsair, CoolerMaster etc.. Diese weisen eine hoher Verarbeitung auf und arbeiten sehr leise.

Variabler Airflow gegen statischer Druck

PC-Lüfter sind vor allem auf zwei Konzepte ausgelegt. Ein variabler Luftstrom oder statischer Druck. Wo du diese Lüfterarten platzierst ist vor allem vom Aufbau deines Gehäuses abhängig.

Ein auf Airflow ausgelegter Lüfter sollte möglichst wenig Blockaden in seinem Lüftungsweg haben, sie werden deswegen am häufigsten an der Front des Gehäuses platziert.

Ein Lüfter der auf statischen Druck ausgelegt ist sollte am besten im hinteren Bereich des Towers platziert werden, da diese trotz Blockaden, wie Grafikkarten, CPU-Kühler etc. einen starken Luftsog erreichen und große Mengen an Luft befördern.

Die richtige Platzierung der Lüfter

Sofern du die Lüfter deiner Wahl für deine Halterungen ausgesucht hast geht es nun um dein Lüftungskonzept. Denn ohne gute Platzierung der Lüfter kann keine gute Kühlleistung erreicht werden. Ohne einen guten Airflow leiden alle Komponenten auf Grund von mangelnder Belüftung. Üblicherweise sollte ein Gehäuse von vorne nach hinten oder von unten nach oben belüftet werden. Idealerweise sollten beide Kühlkonzepte in deinem Gehäuse vorhanden sein.

Die jeweiligen Lüfterhalterungen in deinem Gehäuse bilden die Basis für einen guten Airflow, da diese vorgeben an welchen Stellen Luft ein-und austreten kann.

Airflow Richtung der Lüfter

Je nachdem an welcher Stelle des Towers nun der Lüfter angebracht wird ist es wichtig, dass die Lüfter auch in die richtige Richtung zeigen, da diese eine gewisse Luftrichtung haben. Üblicherweise haben Lüfter eine Vorderseite ohne Gitter (Plastikstreben) und eine Rückseite mit Kabeln und Gitter. Hierbei strömt die Luft immer von der Vorderseite durch die Rückseite.

Corsair LL120 RGB | Airflow Eingang Vorderseite

Falls nun also Luft in dein Gehäuse eintreten soll, wie vorne am Gehäuse ist es wichtig, dass die Ruckseite des Lüfters innen liegt, also nicht an der Gehäusewand angliegt. Falls du den Lüfter nämlich falsch anbringst wirft es das gesamte Lüftungskonzept aus der Bahn.

Hardware direkt belüften

Ein Hotspot in jedem Computergehäuse sind Grafikkarte und Prozessor, da diese die meiste Wärme produzieren. Deshalb sollten am Heck des Gehäuses Lüfter platziert sein, die die Abwärme direkt aus dem Gehäuse heraussaugen. Hierfür sollten die Lüfter mit der Rückseite angeschraubt sein, da dies für den Abtransport der warmen Luft sorgt.

Falls du nun ein Gehäuse hast, welches eine solche Lüfterplatzierung nicht unterstützt, kannst du durch einen starken Luftstrom innerhalb des Gehäuses versuchen die Luft abzuführen.

Überdruck vs Unterdruck Belüftung

Überdruck-Belüftungsmethode

Bei einer Überdruck Belüftung wird mehr Luft in das Gehäuse eingeführt als abgeführt. Dadurch wird zwar schwächer gekühlt, jedoch bleibt auch weniger Staub innerhalb des Gehäuses liegen. Das Hauptproblem liegt jedoch darin, dass es keine wirkliche Luftrichtung gibt und die Lüfter die Luft wild durch das Gehäuse schießen, bis diese irgendwo wieder austritt.

Überdruck Konzept durch Pfeile dargestellt
Vorteile
  • Weniger Staub innerhalb des Gehäuses
  • Alle Gehäuseöffnungen sind passive Lüfter
Nachteile
  • Keinerlei gezielte effektive Stromrichtung
  • Mittlere Kühlleistung
  • Luftstrom wird nicht kontrolliert (kein Kamin)
  • Kann GPU und CPU Kühlung negativ beeinflussen

Unterdruck-Belüftungsmethode

Falls man das Gehäuse per Unterdruck-Methode kühlen möchte wird mehr Luft abgeführt als eingeführt. Dieses Konzept hat viele wichtige Vorteile, aber auch gewisse Punkte, die für Probleme sorgen könnten. Dafür besitzt das Gehäuse jedoch einen gezielten Luftstrom.

Unterdruck Konzept durch Pfeile dargestellt
Vorteile
  • Hohe Kühlleistung
  • Gezielter kontrollierter Airflow
  • Unterstützt viele GPUs und CPUs
  • Starker Luftsog (Kamin)
Nachteile
  • Größere Mengen an Staub im Gehäuse

Probleme bei Konzepten!

Eine Unterdruck Methode kann nur funktionieren, wenn das Gehäuse möglichst wenig Schlitze, Gitter, Öffnungen etc. besitzt, da diese sonst den Luftstrom stark durcheinander bringen.

Kabelmanagement im Computer

Kabel sind ein unvermeidbares Hindernis in den heutigen Rechnern. Umso wichtiger ist es diese gut zu verstauen um möglichst wenige Hindernisse im Weg des Luftstroms zu haben.

Hierfür ist es wichtig die Aussparungen innerhalb deines Towers zu verwenden um jegliche Kabel zu verstecken. Ein Gehäuse mit gutem Kabelmanagement ist also auf jeden Fall zu empfehlen. Umso besser ist es auch, wenn sich unter anderem Festplatten nicht im Lüftungsweg befinden, da diese eine große Angriffsfläche besitzen.

Also immer das Gehäuse sauber und gepflegt halten, damit die Effektivität der Lüftung ein Maximum erreicht.

Staub und Standort sind Schlüsselfaktoren

Staub verringert Kühlleistung

Staub ist nicht nur unschön anzusehen, sondern kann in größeren Mengen auch die Kühlleistung deiner Hardware beeinflussen. Aus diesen Gründen ist es wichtig dein Gehäuse regelmäßig zu putzen, aber auch die Installtion von Staubfiltern kann Abhilfe leisten.

Diese können sowohl direkt an Lüftern, als auch am Gehäuse befestigt werden und sorgen dafür, dass Staub an ihnen hängen bleibt und gar nicht erst den Weg in deinen PC findet. Ein allgemein staubfreies Zimmer hilft auch deinen PC möglichst ohne Staub im Inneren zu betreiben.

Standort entscheidend für Luftzufuhr

Ein kühles Zimmer sorgt für kühlere Luft innerhalb deines PCs, dass ist klar. Teilweise noch wichtiger ist jedoch die Platzierung des Computers innerhalb eines Raumes. Es ist wichtig das dein PC möglichst frei steht und viel Platz um die Lüfter existiert. Du solltest also darauf achten deinen Computer vielleicht nicht in oder unter einen Schreibtisch zu stellen. Dort kann er kaum Luft ansaugen und wird schnell warm werden.

Am besten ist es ganz frei im Raum, neben deinem Tisch oder sogar auf deinem Tisch. Dort sehen sie nicht nur am Besten aus, sondern können große Mengen an Luft ansaugen und sich selbst gut kühlen.

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